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Vereinsporträt
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Kurzübersicht über Tinplate


Gegründet wurde der Verein im Jahr 2000, vorher trafen wir uns immer monatlich, ganz ungezwungen zu einem Schwatz, dem sogenannten "Pfeutihöck", welcher in der Szene nicht unbekannt ist.
Dabei kam der Gedanke, dass wir doch eine Antikspielzeugbörse aufziehen könnten.
Zu diesem Zweck gründeten wir unseren Verein mit dem Namen "Tinplate-Freunde -Bern" oder kurz TPF-Bern.

Tinplate heisst Weissblech und aus diesem Material sind fast alle alten Spielsachen meistens hergestellt. Dieser Name erweckt bei vielen Leuten auch heute noch Kinderträume, Weihnachten zu Kinderzeiten mit Blechspielzeug unter dem Tannenbaum und viele andere Erinnerungen.
Wir wollen diese alten Spielsachen den heutigen grossen und kleinen Kindern zeigen indem wir bei Börsen oder eigenen Fahrtagen diese alten Spieleisenbahnen und andere Blechspielzeuge dem breiten Publikum zeigen. Dass damit durchaus ein Spielbetrieb aufgezogen werden kann zeigen die vielen Anlagen die wir schon aufgebaut haben.
Gerne geben wir natürlich auch Auskunft, beraten Interessierte oder helfen alte Spielsachen wieder in Betrieb zu nehmen.
Wir sehen das ganze als Kulturgut der Vergangenheit und nicht nur den materiellen Wert, was leider heute vielfach am wichtigsten ist. Denn die Frage nach dem Wert steht fast immer an erster Stelle, dies ist eigentlich schade. Der persönliche Wert sollte doch im Vordergrund dastehen, eine alte Eisenbahn vom Grossvater ist doch etwas besonderes, einen PC kann heute fast jeder kaufen.

Es gibt sehr viele Hersteller von Tinplate-Spielzeugen. Als Marktleader ist aber eindeutig MÄRKLIN zu bezeichnen. Von ca. 1891 bis 1954 hat dieser Hersteller Blecheisenbahnen in verschiedenen Spurgrössen hergestellt, Spur 3 oder grösser bis 00, dem heutigen HO.
Spur HO ist eine Ableitung von Spur 0 und heisst halbe Spur 0.
Es wurden Uhrwerkslok , mit Sprit betriebene Dampfloks, wie auch Elektroloks produziert, ebenfalls Schwachstrommodelle und so genannte Starkstromloks mit nicht ganz ungefährlichen 110V waren bis ca. 1912 im Einsatz.
Die meisten Produkte fahren mit Wechselstrom, einige mit Gleichstrom.
Neben Märklin gab es aber auch die anderen Nürnberger, dazu gehören BUB, FLEISCHMANN, DOLL, DISTLER, KRAUS-FANDOR und BING um nur einige zu nennen. Auch in anderen Ländern gab es Spielzeugeisenbahnhersteller.
In der Schweiz gab es viele Hersteller von Modelleisenbahnen welche heute zwar noch bekannt sind aber ausser HAG produziert leider keine mehr Eisenbahnen.
Das waren ERNO, RESAL, und BUCO in Spur 0.
LÖWENSTEIN und ZÜRRER in Spur I.
WESA, CAR, YJIPPY und JUNIOR, bauten Eisenbahnen in kleineren Spurweiten.

Was in letzter Zeit auch wieder zur Sprache kommt sind Replikas, so genannte Nachbauten. Diese sind nicht mit Neuauflagen zu verwechseln. Was ist eine Replika? Das sind Modelle die von ursprünglichen Modellen nachgebaut werden, aber keine Neuheiten. Wenn eine Lok nie als Originalmodell gebaut wurde so kann es auch davon keine Replika geben. Als Neuauflagen werden Modelle bezeichnet welche mit den alten original Werkzeugen nach gebaut werden. Über den Preis von den verschiedenen Replika und Nachbauten gehen die Meinungen meilenweit auseinander. Wir finden aber auch hier sollte der persönliche Wert im Vordergrund stehen. Dann gibt es noch Modelle, welche nie gebaut wurden aber im gleichen alten Stil realisiert werden, die Revivals.

Unser Verein führt eine Antik Spielzeugbörse durch, organisiert Fahrtage, zeigt an Ausstellungen Exponate unserer Grossväter.
An Sonderschauen die zeigen wir die Nostalgieeisenbahn in Betrieb.
Neben Ausflügen zum Original und zur Tinplate Szene, tauschen wir an unseren monatlichen Treffs Erfahrungen aus und erweitern unser Wissen.


März 2007